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Die Sage vom Sattelstein
Auf dem Steinberg gibt es eine große Sandsteinplatte mit den Abdrücken dreier Hufeisen. Die Sage (auch hier gibt es mehrere Varianten) erzählt, dass hier ein Mönch mit dem Teufel um eine Menschenseele würfelte.
Der Teufel begann und hatte, -
Um zu verstehen, wie das möglich war, muss man wissen, dass die damaligen Würfel aus Holz oder Knochen gefertigt wurden, in die man kleine Steinchen als Augen einsetzte.
Der Mönch hatte auch drei Sechsen, aber zusätzlich war ein Steinchen aus einem der Würfel herausgefallen und lag neben den Würfeln mit den drei Sechsen. Die Seele war gerettet.
Der Teufel bekam einen Wutanfall und trat im Zorn dreimal auf den Sattelstein, bevor er in die Hölle fuhr.
Da der Teufel bekanntlich einen Pferdefuß hat, sind seitdem die Hufeisen auf dem Sattelstein im Fels als Abdrücke zu sehen.
Ein Spaziergang zum Sattelstein (4 km von Wernges) lohnt sich. Auf ein Spiel mit dem Teufel sollte man sich aber nicht einlassen. Bei den heutigen Würfeln kann kein Auge herausfallen.
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Ruhepause auf dem Sattelstein.
Mönch und Teufel würfeln. Der Mönch möchte nicht erkannt werden (unerlaubtes Glücksspiel).
Vor dem rechten Turnschuh des Mönchs ist einer der Hufeisenabdrücke zu sehen.
Der Hexenplatz
Auf einem Trampelpfad kommt man vom Sattelstein zum Gipfel des Steinberges. Dort ist dann auch der Hexenplatz. Da tanzten früher, als man noch an sie glaubte, die Hexen. Auf dem kreisrunden Platz wuchsen keine Bäume, Sträucher oder andere Pflanzen. Dafür sorgten die Hexen, denn beim Tanzen wollten sie nicht über irgenwelches Strauchwerk stolpern.
Der runde Platz ist noch heute gut zu erkennen. Tanzen kann man hier nicht mehr. Aber man findet dort in einem wasserdichten Behälter zwei Notizbücher. In diese haben sich Wanderer oder Mountainbikefahrer verewigt. Zum Lesen kann man sich hinsetzen und gleichzeitg ausruhen. Und natürlich sollte man dann auch ein paar Zeilen hineinschreiben.
Alle, die noch im Mittelalter leben und sich vor Hexen fürchten, kann ich beruhigen. Auf dem (ehemaligen) Hexenplatz ist ein Kreuz errichtet, und das schützt bekanntlich hervorragend vor Vampiren und Hexen.


Hexenplatz
Auf dem Weg zum Sattelstein kommt man an einer Jagdhütte vorbei.
Das Simsonsgrab
Das Hügelgrab (1800 – 1200 v. Chr.) liegt am Weg zwischen Lauterbach (Am Stück) und Maar. Früher führte an ihm auch ein Fußweg von Wernges nach Lauterbach vorbei.
Vom Simsonsgrab gibt es zwei Sagen, in denen Wernges erwähnt wird.
Foto: Simsonsgrab am Simsonsweg
von Lauterbach nach Maar

Unheimliche Lichter am Simsonsgrab
Ein Bauer aus Wernges hatte in der unteren Schlagmühle in Lauterbach Leinöl geholt und wollte am späten Abend auf einem damals viel genutzten Pfad nach Wernges zurück. Als er das Simsonsgrab erreichte, wurde er von hellen Blitzen geblendet und so verwirrt, dass er die Orientierung verlor und in die falsche Richtung lief. Erst an der neuen Straße nach Schlitz erkannte er, dass er nicht mehr auf dem Werngeser Weg war und kehrte um. Aber am Simsonsgrab geschah es wieder. Grelle Lichter erschreckten ihn abermals. Wieder irrte er durch die Felder.
Auch ein dritter Versuch nach Wernges zu gelangen endete am Simsonsgrab. In seiner Verzweiflung lief er zurück zur Mühle und übernachtete dort bis es Tag wurde.
Das Riesenweib
Ein Handwerker aus Lauterbach hatte einen Auftrag in Wernges zu erledigen. Der Fußweg führte am Simsonsgrab vorbei. Als er sich dem Grab näherte, stand auf diesem plötzlich eine riesige Frau. Sie winkte ihm zu und gab ihm so zu verstehen, dass er zu ihr kommen solle.
Das war dem Mann nicht ganz geheuer und er machte dann lieber den Umweg über die Schlitzer Straße nach Wernges.
Aufhocker
War man ins Nachbardorf eingeladen oder half man dort Verwandten bei der Arbeit, dann konnte es spät werden und man musste in der Dunkelheit zu Fuß nach Hause gehen. War man allein unterwegs, dann passierte es oft, dass sich von hinten der unheimliche Aufhocker näherte.

Man konnte ihn schon frühzeitig im Genick spüren. Und dann sprang er auf die Schultern. Mit jedem Schritt wurde er schwerer. Nur noch mühsam und langsam ging es voran. Erst im Dorf sprang er wieder ab.
Nur einen Vorteil hatte das furchtbare Erlebnis: Man hatte eine gute Erklärung, warum man so spät nach Hause kam oder den Kuchen unterwegs verlor.
Ein Vorfall ist schriftlich überliefert:
Mutter Döring hatte in der Steinmühle bei der Dreschmaschine geholfen, beim anschließenden Glas Bier noch mitgemacht, dann bekam sie Kuchen für die Kinder mit und machte sich in der Dunkelheit auf den Heimweg. Da sprang ihr doch am „Alten Weg“ (heute Neu-